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Was passiert aktuell?

 

Hier gibt es Informationen zu aktuellen Entwicklungen im Breitbandmarkt. Eine Liste mit Beiträgen auf anderen Internetplattformen gibt es am Ende der Seite.

 

29.12.2015 - Alle schauen tatenlos zu

Nein, es gibt nichts neues! Die BNetzA hat in bewährter Manier unseren letzten Einwand abgeschmettert. Sie sieht keinen Handlungsbedarf, schließlich sei ja noch das Verfahren der Verbraucherzentrale anhängig. Einzig neu ist, dass sich zu Weihnachten in vielen Haushalten die Zahl der Geräte, die auf eine stabile Internetverbindung angewiesen sind, vermutlich deutlich erhöht hat. Ein neues Smartphone mit LTE, ein neues Tablet, oder vielleicht ein Convertible oder gar ein Smart-TV - der Bedarf an Breitband ist sicher sprunghaft gestiegen. Aber kein Problem, Deutschland hat sich doch darauf eingestellt! Vor 16 Monaten hat man uns 50 Mbps bis 2018 versprochen. Na ja, passiert ist seitdem noch nicht viel, man kann Fördermittel für eine Bedarfsstudie beantragen. Aber es sind ja noch mindestens 24 Monate Zeit, keine Angst. Im Dezember 2017 werden überall die Bagger rollen! Oder doch nicht? Wie haben die Anbieter eigentlich auf den Weihnachtsboom regiert? Vor allem hat man sich auf die Schulter geklopft. 94% Netzabdeckung bei LTE wurden erreicht. Nur noch 1% - dann hat man es geschafft. Denn die letzten 5% gingen den Anbietern bei DSL am Arsch vorbei, und warum sollte das bei LTE anders sein? Die letzten 5% - wen interessieren die schon? Bei Call & Surf via LTE gibt es tatsächlich immer noch 30 GB Highspeed-Volumen. Klar, die Tarife gibt es ja erst etwa 3 Jahre. Da hat sich ja in Sachen Volumenverbrauch nichts getan! Und es ist ja auch erst 20 Monate her, da hat die Telekom versprochen, die Sorgen der Kunden im ländlichen Raum ernst zu nehmen. Das sind ja keine Zeiträume im digitalen Zeitalter! Was soll man da erwarten? Ach ja natürlich, man hat Hybrid eingeführt. Davon profitieren natürlich alle außer die 5%, die auch vorher schon kein DSL hatten. Und auf dem Land wird mit dem Turbo, der bis 100 Mbps verspricht, immerhin mal so durchschnittlich 5 - 6 Mbps erreicht! Das war vor vielen Jahren mal Stand der Technik in den Städten. Ja, dort beginnt jetzt das 200 Mbps-Zeitalter, aber was will man verlangen? Herr Dobrindt tut doch alles menschenmögliche und hat sicher das volle Vertrauen von Frau Merkel!
Nun, ich kenne viele Haushalte, da sorgt die Breitbandversorgung für mehr Frust als Lust. Was nützen all die schönen Geräte wenn man sie nicht nutzen kann? Wenn Papa mit dem Smart TV mal schnell eine verpasste Sendung aus der ZDF-Mediathek anschaut, kommt die kleine Tochter heulend und schimpft über das Sch....WLAN weil Youtube und Skype nicht mehr geht. Der Große schmeißt sich schmollend ins Bett, weil der Gaming-Server wo seine Kumpels drauf sind nicht mehr erreichbar ist. Und ausgerechnet bei Herrn Gaucks Weihnachtsansprache fängt die Mediathek auch noch zu ruckeln an! Na klar, erfährt man dann in den Telekom-Foren oder anderswo, man solle doch mal sein Nutzerverhalten überprüfen. Für ein paar emails und mal die Hausaufgaben googeln reicht es doch allemal! Tja so ist das. Während in den Städten kein Mensch mehr eine Antenne hat weil er Radio und TV über eine permanente Internetverbindung empfängt kann der Landbewohner immerhin mit etwas Glück seine Steuerklärung über Elster machen .

Also bitte: TELEKOM AUFWACHEN! Weg mit den Drosseltarifen bei LTE-zuhause! (Vodafone MUSS dann nachziehen!) POLITIKER AUFWACHEN! Die Abschaffung der Drossel kostet keinen Cent Investition, nur eine Verordnung der BNEtzA. Aber macht viele Landbewohner glücklich. Und lasst euch nicht einlullen: Hybrid bringt keine 50 Mbps, wenn nicht die Zahl der Masten vervielfacht wird! Und das ist kaum billiger, als Bagger loszuschicken! Doch vermutlich wird das Land auch nach 2018 im digitalen Mittelalter versinken. Immerhin: das Weihnachtsgeschäft lief gut, das böse Erwachen kommt erst hinterher. In diesem Sinne: Prost 2016! 

 

14.11.2015 - Irreführende Werbung bei LTE

Erst jetzt wurde bekannt, dass das OLG Frankfurt bereits im Mai einem Mobilfunk-Anbieter untersagt hat, mit 100 Mb/s im LTE-Netz zu werben, wenn nur 45 erreicht werden (http://www.teltarif.de/lte-langsamer-irrefuehrende-werbung-urteil/news/61771.html). Was mich wundert: irgendeine Wirkung hat dieses Urteil irgendwie nicht erzielt. Es wird munter weiter mit den Maximalwerten Werbung gemacht. Das ist wie mit Automobilen, für die mit Prüfstandswerten geworben wird. Übrigens bezog sich das Urteil auf den Mobilfunk. Und neuerdings zählen ja stationäre LTE-Tarife wie z.B. Hybrid zum Festneztz. Früher war das mal anders: als es um die Zulässigkeit der Drosselung ging, war LTE-Zuhause Mobilfunk - erinnert ihr euch noch? Tatsache ist, dass auf Grund der Werbung viele Leute zu teuren Tarifen greifen, obwohl sie praktisch kaum mehr geboten bekommen wie in den preiswerteren. Und wer technisch nicht so bewandert is wundert sich und ärgert sich - zu Recht. Deshalb plädieren wir für eine Angabe der durchschnittlichen Geschwindigkeit. Da die Netzbetreiber ja statistische Modelle zur Mastauslastung haben, könnten sie diesen Wert ganz einfach ermitteln: Maximalbitrate an der Antenne geteilt durch die mittlere Auslastung je Sektor. Versehen mit dem Hinweis, dass es mehr - aber auch weniger sein kann wäre das Bild doch realistischer. Allerdings kann man das nicht von Richtern erwarten, da müsste die BNetzA aktiv werden.

 

 

10.11.2015 - Trittbrettfahrer machen mobil

Wie bekannt wurde (siehe http://www.teltarif.de/magenta-hybrid-vorleistung-1und1/news/61593.html), hat 1&1 bei der BNetzA eine Überprüfung verlangt, ob die Telekom gezwungen werden kann, den Zugang zur Hybridtechnologie anderen Anbietern zur Verfügung zu stellen. 1&1 verlangt, dass die Telekom ein sogenanntes Vorleistungsprodukt zur Verfügung stellt, d.h. eine Möglichkeit, dass andere Provider die Hybridtechnik genau so wie eine Telekom-Leitung oder einen Telekom-Funkmast mit nutzen dürfen. Sollte dies nicht realisierbar sein verlangt man gar das Verbot der Hybridtechnik. Hier zeigt sich wieder einmal, wie die Regulierungswut der deutschen Behörden im Festnetzbereich nach hinten los gehen. Damit würden wieder Provider gestärkt, die keinerlei Investitionen in den Netzausbau leisten, aber durch viel zu niedrige Gebühren den Wettbewerb verzerren und durch Dumpingpreise als Investitionsbremse wirken.

Natürlich wäre ein Wettbewerb auch mit Hybridtarifen wünschenswert, zumal dann wenigstens in den Routermarkt etwas Bewegung käme. Denn obwohl der Routerzwang gekippt ist, hat die Telekom bei Hybrid mit ihrem Huawei-Router das Monopol. Aber dies darf nicht zum Nulltarif auf Basis einer behördlichen Entscheidung passieren!

 

 

11.08.2015 - Geldverteilung für Breitbandausbau nach Schlüssel von 1949!

Aus der Frequenzversteigerung sollen nun die Einnahmen aus den 700- und 1500-MHz- Auktionen für die Förderung des Breitbandausbaus durch die Länder bereitgestellt werden.

Doch trotz aller Bedarfsstudien im Rahmen der Fördergeldbeantragung wird ein anderer Schlüssel zur Verteilung genutzt werden, der sich nicht am Bedarf orientiert, wie bei Teltarif nachzulesen ist. Verteilt wird nach dem Königsteiner Schlüssel, einem 1949 entstandenem Länderfinanzierungsprinzip. Dabei wird die Finanzierung nach Steueraufkommen und Bevölkerungszahl bemessen. Die folgende Tabelle zeigt den Versorgungsstand der Bundesländer (Quelle: Breitbandatlas) und wie hoch die Förderung ist.

 

                                                    Versorgung Haushalte in %                    Fördergelder


>16 Mbps
>50 Mbps
in Mio €
€ je km²
Bremen
97,7
93,5
6,0
15000
Berlin
97,8
89,5
31,6
35500
Hamburg
98,8
88,2
15,8
20800
Nordrhein-Westf.
84,6
73,4
132,8
3900
Baden-Württemb.
82,5
69,9
80,5
2100
Schleswig-Holstein
79,5
69,6
21,3
1350
Niedersachsen
81,5
69,2
58,4
1200
Hessen
82,9
66,8
46,1
2200
Bayern
84,9
65,4
97,2
1400
Saarland
85,6
65,2
7,6
3000
Rheinland-Pfalz
79,7
62,5
30,3
1500
Mecklenburg-Vorp.
68,0
50,3
12,7
550
Sachsen
70,7
46,6
31,8
1700
Thüringen
66,4
40,8
17,1
1050
Sachsen-Anhalt
65,1
38,5
17,7
850
Brandenburg
67,4
37,8
19,2
650

 

Wie unschwer zu erkennen ist, sind die ostdeutschen Bundesländer am schlechtesten versorgt, während die Stadtstaaten die Spitzenplätze einnehmen, was logisch ist, da ja der Ausbau vor allem eine Frage der Größe des zu versorgenden Gebietes ist. Aber dank dieses Verteilungsschlüssels bekommen die Bundesländer mit der besten Versorgung auch das meiste Geld, während die am schlechtesten erschlossenen Gebiete Ostdeutschlands das wenigste erhalten. Ein schlechter Witz, Herr Dobrindt? 

 

 

01.07.2015 - Schnelles Internet für alle?

Wie hier bei apfelplage nachuzulesen will nun angeblich die CDU einen Rechtsanspruch auf schnelles Internet. Bis jetzt war die CDU ja die große Verhinderungspartei. Immer wenn die Opposition (vor ein paar Jahren der Dörmann von der SPD, jetzt Fr. Rößner von den Grünen) das Thema Universaldienstverpflichtung angegangen sind haben sie es verhindert. (Jetzt ist der Dörmann in der Koalition und verhindert selber das was er vorher noch wollte.)
Und was lernen wir daraus? Wenn das zutrifft, macht die CDU wieder mal einen genialen Schachzug - das was sie vorher verhindert hat schreibt sie sich jetzt selber ins Programm, um dann so zu tun als sei man selber darauf gekommen.
Vielleicht haben auch unseren vielen Briefe was genutzt (allein an mindestens 100 Bundestagsabgeordnete... )
Da denke ich wäre der Zeitpunkt gut gleich eine neue Bundestagspetition zu starten, nachdem unsere bisherige durch CDU-Mehrheitsbeschluss ja an das EU-Parlament weiterempfohlen, aber eine direkte Umsetzung abgelehnt wurde, siehe hier.
 

 

19.06.2015 - DDII spült 5 Milliarden in die Staatskasse 

Heute ist die zweite große Frequenzauktion nach 181 Bieterrunden zu Ende gegangen. Die drei großen Netzbetreiber Vodafone, Telekom und Telefonica Deutschland (O2) haben 5,1 Milliarden Euro für die Staatskasse locker gemacht. Insgesamt wurden 270 MHz in den Bändern 700, 900, 1500 und 1800 MHz versteigert. Besonderes begehrt waren die Blöcke im 1800-MHz-Band, wo Vodafone mit 256 Millionen für 10 MHz das Höchstgebot abgab, wobei das Mindestgebot um das 7fache übertroffen wurde. Diese Frequenzen werden vorrangig für LTE-Advanced in den großen Städten gebraucht. Auch die schon ab nächstem Jahr frei werdenden Frequenzen im 900 MHz Band (heute noch für GSM genutzt) waren gefragt. Ladenhüter mit gerade dem Doppelten des Mindestgebotes blieben dagegen die 700 MHz - Frequenzen. Doch gerade die sollen den Breitbandausbau auf dem Lande voranbringen, da sie ähnlich wie heute die 800 MHz-Bänder eine große Reichweite haben. Doch noch ist unklar, wann sie wirklich frei werden, das kann sich bis 2019 hinziehen.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

 

700 MHz:   Telekom     2 Paare  338,2 Mio

                   Telefonica  2 Paare  333,2 Mio

                   Vodafone   2 Paare  329 Mio

900 MHz:    Telekom     3 Paare  545,1 Mio

                   Vodafone   2 Paare  415,1 Mio

                   Telefonica  2 Paare  385,5 Mio

1500 MHz:  Vodafone   4 Bänder 165,8 Mio

                   Telekom     4 Bänder 163,9 Mio

1800 MHz:  Vodafone   5 Paare  1181 Mio

                   Telekom     3 Paare   744,9 Mio

                   Telefonica  2 Paare   479,5 Mio

 

Somit zahlen Vodafone rund 2,1 Mrd, Telekom 1,8 Mrd und Telefonica O2 bescheidene 1,2 Mrd. Euro. Damit wurde das Ergebnis der Auktion von 2010 deutlich übertroffen.

Übrigens ist auch hier eine Versorgungsverpflichtung von 98% vorgeschrieben, die Antennenbandbreite muss mindestens 50 Mbps betragen. Dies soll laut BNetzA eine Versorgung mit mindestens 10 Mbps sicherstellen. Und merkt ihr was? Die letzten 2% bleiben wieder auf der Strecke, und die Aussage der Bundesregierung, eine 100% flächendeckende Versorgung mit 50 Mbps zu garantieren entpuppt sich schon jetzt als Propagandalüge. Und wie viele von den 5 Mrd. dem Breitbandausbau zugute kommen, steht völlig in den Sternen.

 

  

13.03.2015 - Wer lesen kann, ist nicht im Vorteil - Berufung der VZ Sachsen

Die VZ Sachsen geht nun doch gegen das Urteil der Düsseldorfer Richter in Berufung. Dabei spielen auch die von uns vorgebrachten Argumente eine Rolle. Die Richter hatten ja den Verbrauchern unterstellt, dass sie auf Grund der mehr oder weniger klaren Hinweise zur Begrenzung der Geschwindigkeit nach Verbrauch eines bestimmten Volumens wissen müssten, was sie erwarten dürften. Das dem nicht so ist, beweisen ja die unzähligen Beschwerden von Nutzern, die nach Buchung des Tarifs plötzlich feststellen mussten, dass das ungetrübte Surfvergnügen nach Tagen oder wenigen Wochen schon zu Ende war.

http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/auch-wer-lesen-kann--ist-nicht-im-Vorteil

 

Hier könnt ihr auch unseren Brief an die Düsseldorfer Richter lesen.

 

 

             Brief an LG Düsseldorf vom 05.03.2015

 

 

Im Übrigen hat die BNetzA erstmals erklärt, dass bei stationären Anschlüssen auf Basis von LTE der Verbraucher eine Vergleichbarkeit mit DSL-Anschlüssen erkennbar ist.

Nachzulesen im Abschnitt "Beschwerden bei der Bundesnetzagentur" auf der Seite Aktionen.

 

 

05.03.2015 - Hybrid deutschlandweit

Seit Montag ist es nun soweit: die Telekom vermarktet ihre Hybrid-Tarife nun deutschlandweit als Alternative zu DSL/VDSL. IP-Telefonie über eine DSL-Leitung, die auch die Internet-Grundlast bewältigt, und LTE als Datenturbo dazu. Und die Preise orientieren sich an Magenta-Zuhause, das wichtigste aber ist das unbegrenzte Datenvolumen, egal ob die Daten über DSL oder LTE kommen. Die reinen LTE-Tarife dagegen hat man versteckt, diese werden nicht mehr "aktiv vermarktet", wie es heißt. Hier kann man sie trotzdem noch bestellen: http://www.telekom.de/privatkunden/zuhause/internet-und-fernsehen/call-und-surf-comfort-via-funk

So sehr die Hybrid-Tarife auch zu begrüßen sind: um die verbliebenen Nutzer, die auch dieses Angebot nicht nutzen können, wird sich wohl letztlich niemand kümmern. Und die vor einem Jahr angekündigte Initiative der Telekom, die Sorgen der Landbevölkerung ernst zu nehmen und auch einen neuen LTE-Tarif zu entwickeln, dürfte auf der Strecke bleiben.

 

 

28.02.2015 - Skandal-Urteil düpiert LTE-Zuhause - Nutzer

Gestern wurde das Urteil der Düsseldorfer Richter veröffentlicht:

http://www.justiz.nrw.de/nrwe/lgs/duesseldorf/lg_duesseldorf/j2015/12_O_70_14_Urteil_20150218.html

 

Darin argumentieren die Richter u.a. wie folgt:

Allein der Bestandteil „Zuhause“ der Produktbezeichnung „LTE Zuhause“ vermag indessen nicht den Eindruck einer Vergleichbarkeit zu stationären Breitbandanschlüssen, die typischerweise ohne Drosselung angeboten werden, hervorzurufen. Auch die stationäre Gebundenheit des Anschlusses - im Vergleich zu einem mobilen Anschluss – führt nicht dazu, dass der Verbraucher erwarten kann, mit dem LTE-Anschluss einen in jeder Hinsicht dem Breitbandinternet – Anschluss gleichzusetzende Leistung zu erhalten.”

 

Nun verwundert es uns doch ein wenig, woher die Richter eigentlich wissen, was wir Verbraucher erwarten. Um ehrlich zu sein, wenn uns die Anbieter und die Politik LTE-Zuhause als Ersatz für angeblich nicht rentable kabelgebundene Lösungen anpreisen, dürfen wir da nicht genau das erwarten? Das ein Urteil darauf aufbaut, was Richter glauben, was wir denken, ist schon ganz schön krass.

Noch schlimmer ist die Unterstellung, dass ein Durchschnittsverbraucher, dem im Kleingedruckten ein Highspeed-Volumen von 10, 15 oder 30 GB angeboten wird, wissen soll, welche Konsequenzen das hat. Damit wird dem Verbraucher unterstellt, dass er so viel

Fachkenntnis hat, dass er weiß was man beispielsweise mit 15 GB Datenvolumen so alles machen kann. Wir würden nun zu gern diese Frage den Richtern stellen.

 

 

18.02.2015 - Schwarzer Aschermittwoch für den Verbraucherschutz

Die Klage der Verbraucherzentrale gegen Vodafone wegen irreführender Werbung und Verstoß gegen das AGB-Gesetz durch die Drosseltarife bei LTE-Zu Hause wurde heute von den Richtern abgewiesen. Das Urteil liegt noch nicht vor. Ob die VZ in Berufung gehen wird ist noch offen: https://www.facebook.com/VZSachsen?fref=ts

Mit diesem Urteil bleiben nahezu eine Million deutscher Haushalte von einer gerechten, dem Stand der Technik entsprechenden Internetversorgung ausgeschlossen. Die Weigerung der Politiker, genannt seien hier die Abgeordneten Dörmann (SPD), Holmeier (CSU) und  Jarzombek (CDU), durch eine Universaldienstverpflichtung ein Recht auf Breitbandinternet durchzusetzen, und die Strategie der Telekom, in strukturschwachen Gebieten nur LTE auszubauen, ohne eine rechtliche Gleichstellung der Verbraucher zu gewährleisten, werden also weiterhin dazu führen, dass trotz aller Beteuerungen der Regierung die Zweiklassengesellschaft beim Internetzugang bestehen bleibt. Ob die Richter noch benebelt vom Faschingstreiben waren werden wir anhand der detaillierten Urteilsbegründung überprüfen.

 

 

11.02.2015 - Internet auf dem Land: ein Beitrag im MDR

in der "Umschau" hat der MDR folgenden Beitrag zum Thema Breitbandversorgung auf dem Land ausgestrahlt:

Selbsthilfe gegen lahme Internetverbindung
http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/a-z/video251698_zc-ea9f5e14_zs-dea15b49.html
 

Darin wird auf die Probleme bei der Versorgung mit LTE hingewiesen, ohne dass natürlich die Anbieter oder die Politik wegen der Drosseltarife kritisiert werden.

 

  

28.01.2015 - Drossel - Urteil gegen Vodafone?

Am 14.01.2015 fand die Verhandlung der Klage der Verbraucherzentrale Sachsen gegen Vodafone Deutschland vor dem Düsseldorfer Landgericht statt. Nun wird für den 11. Februar ein Urteil der Richter erwartet. Was dabei herauskommt ist weitgehend offen. Immerhin hat die Telekom - im Gegensatz zu Vodafone - auf die Abmahnung gegen die Drosseltarife reagiert, um einen Rechtsstreit aus dem Wege zu gehen. Daraus kann man schlussfolgern, dass bei den Betreibern nicht unbedingt Sicherheit herrscht, dass das Verfahren zu ihren Gunsten ausgeht.

Näheres gibt auch hier: https://www.4g.de/news/klage-gegen-lte-drosselung-10373/

 

update 11.02.2015 - Urteil verschoben

wie die VZ Sachsen heute mitteilte, wurde die Urteilsverkündung nunmehr auf den 18.2. verschoben. Ursache ist wohl die anstehende Faschingszeit :(

 

 

07.01.2015 - Salto rückwärts?

In einem Gespräch mit teltarif.de hat der Marketingchef der Telekom, Ingo Hofacker, einst auch beim Kunden-Workshop zugegen, angekündigt, dass mit der Einführung von Volumendrosseln sowohl im Festnetz als auch bei Hybrid zu rechnen ist. Allerdings soll es auch weiterhin echte Flatrates geben. Das Ziel sei eine Preisgestaltung, bei der sich geringerer Volumenverbrauch auszahlt, dies sei im Interesse der Fairness für die Kunden.

Den Zeitpunkt ließ Hofacker allerdings offen, zunächst bleiben die ungedrosselten Tarife bestehen. Offenbar muss man erst noch an einer brauchbaren technischen Lösung arbeiten.

Ob echte Flatrates dann teurer werden oder Volumentarife billiger blieb ebenfalls offen.

http://www.teltarif.de/telekom-hybrid-lte-drossel-datendrossel-geplant/news/57962.html  

  

 

28.11.2014 - Es ist soweit

Seit heute sind die neuen Tarife Magenta Zuhause Hybrid bestellbar, zunächst wie angekündigt nur in Norddeutschland. Die Eckparameter sehen so aus:

 

Der Tarif richtet sich nach der DSL-Geschwindigkeit
Magenta Zuhause S Hybrid: 384 – 16000 kbps DSL + 16000 kbps LTE
Magenta Zuhause M Hybrid: 25000 – 50000 kbps DSL + 50000 kbps LTE
Magenta Zuhause L Hybrid: 50000 – 100000 kbps DSL + 100000 kbps LTE
Dazu gibt es eine Speedoption: M bis 50000 kbps LTE oder L mit 100000 kbps LTE,
Damit kann man theoretisch DSL 384 mit LTE 100000 kombinieren.

Wegen vieler Nachfragen sei aber auf den Artikel zu VoIP verwiesen: DSL384 oder 2000RAM reicht nicht als Voraussetzung aus, es muss Annex J (DSL ohne Splitter) möglich sein. wofür eine modernere Technologie der Ports im DSLAM erforderlich ist.

  
Das Datenvolumen ist unlimitiert – Drossel ade!
Jeder C&S via Funk Nutzer kann wechseln.
 

Weitere Informationen gibt es hier:

http://ebs08.telekom.de/speedport-hybrid/?wt_mc=alias_1008_hybrid

 

Somit wird sich tatsächlich für viele Landbewohner etwas ändern.

Doch noch gibt es Orte, wo kein für VoIP geeigneter DSL-Anschluss vorhanden ist. Für diese bleibt es weiterhin ein Geduldsspiel, bis die Anbieter auch hier Verbesserungen einführen, wie es die Telekom versprochen hat.

Wir sind auch gespannt, wie sich der Anbieter Vodafone nun positionieren wird, wenn er Gefahr läuft, viele LTE-Zuhause-Kunden an die Telekom zu verlieren.

 

 

30.10.2014 - Hybridstart wird zur Geduldsprobe

Zur Cebit '14 wurde endlich der Start der Hybridtechnologie der Telekom angekündigt. Der Start erfolge im Herbst, hieß es da. Doch wann ist Herbst? Das Laub ist inzwischen sehr bunt und fällt zu Boden, aber - trotz der groß aufgezogenen Registrierungsaktion - Informationen sind Fehlanzeige. Zuletzt hieß es dann, der Herbst gehe bis zum astronomischen Winteranfang, also der Wintersonnenwende am 22. Dezember. Damit könnte das Roll out für die ersten Nutzer ein Weihnachtsgeschenk werden. Doch vielleicht fällt der Start auch ganz ins Wasser, denn die Firma Viprinet aus Bingen erhebt schwere Vorwürfe gegen die Telekom. Deren Hybrid-Router, hergestellt bei Huawei in China, soll die Bündelungs-Technologie von Viprinet geklaut haben. Details dazu kann man hier nachlesen:
http://www.golem.de/news/viprinet-der-hybrid-router-der-telekom-im-plagiat-verdacht-1409-109149.html 

 

Nachtrag 20.11.2014

Es gibt Gerüchte, wonach der Start am 27.11.2014 sein könnte, z.B. hier: https://www.4g.de/news/lte-und-dsl-kommt-der-hybrid-router-vor-weihnachten-10337/

Tarifdetails sind weiter geheim. Vermutlich bleibt der DSL-Anteil ungedrosselt. Inwieweit eine Volumendrossel den LTE-Anteil einschränkt ist noch die große Unbekannte. Mit gedrosseltem LTE haben wieder einmal die Stadtbewohner das große Los: wer LTE mit einem DSL6000 bündelt läuft kaum Gefahr, in die Drossel zu laufen, und wenn hat er ja noch satte 6000 über Draht. Wer nur mit DSL384IP aufwarten kann, für den ändert sich gegenüber reinem LTE kaum etwas.

 

28.10.2014 - neue Vodafone - Verfügbarkeitskarte

Der LTE-Anbieter Vodafone hat seine Netzabdeckungskarte überarbeitet: http://www.vodafone.de/privat/hilfe-support/netzabdeckung.html 

Nach Eingabe einer Adresse erscheint die verfügbare Bandbreite für 4G (LTE) oder 3G (UMTS / HSPA) nach 3 Auslastungskriterien:

  • gering: bei niedriger Mastauslastung größte zu erwartende Geschwindigkeit
  • mittel: die durchschnittliche Geschwindigkeit bei mittlerer Auslastung
  • hoch: bei hoher Mastauslastung niedrigste noch zu erwartende Geschwindigkeit

Leider gibt es die Unterscheidung indoor / outdoor nicht mehr, aus der man früher erkennen konnte. ob die Zuhause-Tarife buchbar sind oder nur ein mobiler Datentarif. Man kann aber davon ausgehen, dass bei einer angezeigten ziemlich niedrigen Maximalgeschwindigkeit, etwa unter 10 Mbps, LTE-Zuhause nicht verfügbar ist. Letztlich hilft nur eine Bestellanforderung, um genau zu erfahren was geht.

 

 

13.10.2014 - Magenta Zuhause ersetzt Call & Surf

Gerade habe ich erfahren, dass die Telekom ihre Call&Surf Tarife neu "angestrichen" hat:
ab übermorgen heißt das dann Magenta Zuhause.
http://www.teltarif.de/magenta-zuhause-s-m-l-telekom-tarife-15-oktober/news/57339.html

Wie gehabt sind die Tarife nach Internetgeschwindigkeit gestaffelt:
Der Tarif S bietet DSL bis 16000 (Bauern-DSL inklusive)
der Tarif M bietet VDSL bis 50000
der Tarif L bietet dann bis 100000.

Der wesentliche Grund für diese Tarife dürfte der Wegfall der "universal" und "Standard" Option sein, d.h. es gibt keine ISDN- oder Analogtelefonie mehr, nur noch VoIP.

In diesem Zusammenhang nun kann man spekulieren, dass der Tarif "Call&Surf via Funk" durch einen Tarif "Magenta Zuhause Funk" oder so ähnlich ersetzt wird. Und dieser Tarif wird, dessen bin ich mir sicher, der Hybridtarif sein. Denn auch hier will man garantiert die Anschlussarten "universal" und "Standard" weghaben, und VoIP benötigt nun mal einen DSL Anschluss als Grundlage.
Was mir in diesem Zusammenhang schleierhaft bleibt, ist die Frage, was in Zukunft mit den Kunden wird, die kein VoIP-fähiges DSL haben? Wie lange wird C&S via Funk als Übergangslösung bestehen? Wird es ein neues Produkt extra dafür geben? Oder wird man diesen Kunden einfach kündigen? Nachdem ja die Transparenzinitiative mit der Ankündigung "wir werden die Sorgen der Menschen in den ländlichen Regionen sehr ernst nehmen" bis heute im Wesentlichen heiße Luft hervorgebracht hat, wäre das beinahe konsequent.

 

 

23.09.2014 - LTE bei unseren Nachbarn

Eine Recherche zu den LTE-Datentarifen bei unseren Nachbarn ergab folgendes:

Österreich:

Anbieter DREI bietet unbegrenztes Datenvolumen (Tarife Hui Flat, bis 45€)

Anbieter T-Mobile Austria (Tochter der Telekom) bietet Volumen bis 100 GB (45€)

Schweiz:

Breitbandversorgung ist gesetzlich vorgeschrieben, keine LTE-zu-Hause Tarife

Italien:

Anbieter Telecom Italia bietet Volumen bis 200 GB für 5€ monatlich

Dänemark:

Der Anbieter DREI bietet Volumen bis 200 GB (Tarife 3Like Home, für etwa 40€)

Anbieter Telia bietet Volumen bis 500 GB (Tarife 4Life, bis 53€, für 6,70€ gibt's speedon)

Anbieter Oister bietet 120 GB (27€)

 

Auch in den USA bietet T-Mobile U.S. für 80$ einen Tarif mit unbegrenztem Volumen. Dabei ist die Anschlussnutzung mit Serverdiensten untersagt.

Wie man sieht, gibt es überall genügend Volumen. Nur die Deutsche Telekom will das für ihre deutschen Kunden nicht realisieren! Denn in Dezutschland ticken die Uhren eben anders, da sind die Berge nicht so hoch wie in Österreich und das Land nicht so flach wie in Dänemark.

Mehr könnt Ihr hier nachlesen: LTE wo anders - wie halten es unsere Nachbarn?

 

 

05.09.2014 - Telekom als Nummer EINS? Oder die Verarsche der Landeier
Auf der IFA2014 hat die Telekom heute die Katze aus dem Sack gelassen: Mehr Magenta, mehr Nummer Eins! Wer allerdings auf die versprochenen Verbesserungen der Call&Surf via Funk - Tarife gewartet hat, wartete vergebens. Die Highlights hießen "Magenta Eins", ein neuer Kombitarif mit Festnetz-Flat, Mobilfunk-Flat, Internet-Flat und Entertain. Feine Sache, aber einen Tarif "Magenta Eins via Funk" mit 150 GByte Inklusiv-Volumen - die große Chance der Telekom, ihr Versprechen wahr zu machen, hat man nicht hinbekommen.
Statt dessen wurde der Start des neuen Huawei-Hybridrouters angekündigt. Damit soll die "Versorgungslücke zwischen Stadt und Land" weiter verringert werden. Doch Informationen zu den dazu gehörigen Tarifen waren Fehlanzeige, ebenso wie die Hoffnung auf ein flächendeckendes Rollout. Ab Herbst in Norddeutschland zu haben (NW, NI, HB, HH, MV, BB, BE, SH), muss der gebeutelte Süden noch bis Frühjahr 2015 warten.  

Mehr Informationen gibt es unter www.telekom.de/hybrid

Hier kann man auch nachlesen, dass es den Hybridanschluss nur in Verbindung mit einem IP-fähigen DSL, also mindestens DSL1000, geben wird. Bauern-DSL mit Analogtelefon hat leider wieder die Arschkarte :(

Damit war auch diese Veranstaltung für viele benachteiligte Internetnutzer in ländlichen Regionen eine Enttäuschung.  

 

Nachtrag 26.09.2014: Ab sofort auch im Telekom - Blog:
http://blog.telekom.com/2014/09/26/hybrid-fuehrt-festnetz-und-lte-zusammen 

 

Hier gibt es auch ein vorläufigen Datenblatt des Telekom-Hybrid-Routers:  Datenblatt 

 

 

20.08.2014 - Schnelles Internet für alle!

Heute hat die Bundesregierung die sogenannte "Digitale Agenda" beschlossen.  

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/digitale-agenda-2014-2017,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf

Darin bekennt sich die Regierung zum schnellen Internet als Teil der Lebensqualität:

"Die Bundesregierung bekennt sich zur Notwendigkeit flächendeckend verfügbarer leistungsstarker Breitbandnetze. Sie sind die Voraussetzung für gleichwertige
Lebensverhältnisse und eine umfassende Teilhabe an den Chancen der Digitalisierung, die neue Handlungs-, Gestaltungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten für alle Menschen eröffnet."

Trotz dieses Bekenntnisses wird ein Universaldienst weiterhin abgelehnt. 

 

Besonderes Augenmerk gilt dem ländlichen Raum:  

"Die verschiedenen digitalen Angebote können helfen, einen echten Nachteilsausgleich vor allem für die ländlichen Regionen zu etablieren. Regulierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen sind notwendig, um den marktwirtschaftlichen
Ausbau zu unterstützen. Gleichwohl werden einzelne Regionen nicht durch den Markt erschlossen. In diesen Regionen sind weite Strecken zurückzulegen, um wenige Haushalte zu erschließen. Hier entwickeln wir Mechanismen, die die Attraktivität der Regionen erhalten
und eine hochleistungsfähige Netzausstattung gewährleisten"

 

Doch das wars dann auch. 2018 werden wir unsere 30 GB Inklusivvolumen dann eben schon in gut 1,5 Stunden verbraucht haben. Denn von einem Ende der Drossel ist in dem Papier keine Rede. Für die Herren Minister ist eben Breitband = Bandbreite, wozu braucht man denn Volumen? Auf 38 Seiten werden Absichten erklärt, ohne komkret zu werden. Aber das konnte diese Regierung ja schon immer.    

Wer zu diesem Pamphlet Stellung beziehen möchte, kann und soll das hier tun:

http://www.digitale-agenda.de/DA/Redaktion/DE/Standardartikel/Handlungsfelder/1-2_digitaler-zugang-fuer-laendliche-gebiete.html

 

 

06.08.2014 - Mehr Volumen bei SpeedOn

Ab sofort können LTE-Zu-Hause - Kunden mit SpeedOn ein tarifabhängiges Volumen hinzubuchen. Statt der bisherigen 10 GB für 14,95€ wird jetzt das Tarifvolumen wieder hergestellt. Beim kleinsten Tarif S bleibt dadurch alles beim alten, aber im Tarif M wird der Volumenzähler auf 15 und im Tarif L sogar auf 30 GB gestellt, wenn man SpeedOn kauft. Damit vergrößert sich das Volumen für 15€ Zuzahlung nun auf 45 GB im M-Tarif und 60 GB im L-Tarif. Unberührt davon bleibt die Sonderregelung mit 30 GB Extravolumen für Bestandskunden, die via Funk vor dem 5.12.2013 bestellt haben, die kommen damit sogar auf 60 bzw. 90 GB.  

Natürlich ist das nicht der große Wurf im Hinblick auf Tarife, die tatsächlichen Breitbandgenuss ohne Einschränkungen erlauben. Aber es ist eine von etwa einem Dutzend diskutierten Maßnahmen, um die Tarife auch für Kunden mit höherem Volumenverbrauch kostenmäßig zu entlasten.

Als nächstes werden die neuen Hybridtarife kommen, vielleicht schon zur IFA?

 

http://blog.telekom.com/2014/08/06/erste-ergebnisse-des-kundenworkshops-telekom-passt-speedon-optionen-an/

 

 

28.05.2014 - Workshop in Bonn

 

Am 27.05.2014 hatte die Telekom, 4 Monate nach Start ihrer Transparenz-Offensive zum Kundenworkshop „Tarife für ländliche Gebiete“ eingeladen. Mehr gibt es auch hier zu lesen: http://blog.telekom.com/2014/05/28/tarife-fuer-laendliche-gebiete-so-lief-der-kundenworkshop/#more-7998

Das Event begann pünktlich 10 Uhr in den heiligen Hallen des Telekom – Technikcenters ("Master Service Management Center"). Den letztlich 7 erschienen Kunden, darunter ein Vertreter der „Initiative gegen digitale Spaltung – geteilt.de“ und der Blogger "maxwireless.de" (3 weitere hatten kurzfristig abgesagt, schade um die Plätze) standen 7 Telekom-Mitarbeiter gegenüber, darunter Herr Dr. Ingo Hofacker, Leiter Segment Marketing Consumer, Herr Michael Preißler, Leiter Marketing, Frau Hagen, Leiter Customer Relationship Management. Außerdem war Frau Dr. Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen dabei.   

Nach einer Vorstellung der Technik-Zentrale (interessant die Aussage, dass die überwiegende Zahl der LTE-Basisstationen der Telekom (ca.98%) inzwischen über Glasfaser angebunden sind)  und der aktuellen Tarif-Situation sowie der Vorstellung der Teilnehmer begann die eigentliche Diskussion. In 3 Arbeitsgruppen sollten neue Tariffeatures erarbeitet werden, unterteilt in unverzichtbar, wünschenswert und weniger wichtig.

Auch wenn in den Arbeitsgruppen die Prioritäten etwas unterschiedlich gesetzt wurden, waren die Ergebnisse doch ziemlich homogen.
Als unverzichtbar erwies sich die Forderung nach deutlich mehr Inklusivvolumen ab 100 GB sowie höhere Mindestgeschwindigkeiten (2…6 Mbit/s), sowohl im Down- als auch Upload. Auch das Thema Testangebote / Testgeräte sowie flexible Vertragslaufzeiten wurde angesprochen. Die  Verbesserung der Preisgestaltung bei SpeedOn wurde ebenfalls als unbedingt notwendig erachtet.
Die weiteren Wünsche gingen von einer Datenflatrate über technische Verbesserung für die bessere Ausnutzung verkehrsschwacher Zeiten, reinen Volumentarifen ohne Geschwindig-keitsbegrenzung, Allnet-Flat bis hin zu Antennenangeboten.

Einig waren sich alle, dass letztlich der Festnetzausbau  forciert werden muss, LTE nur die zweitbeste Lösung bleibt und die Politik gefordert ist, wie Frau Dr. Henschler betonte. Gerade letzteres gestaltet sich als schwierig, da mangelndes Verständnis für die Probleme der letzten 5% der Bevölkerung, die man weiterhin mit Funktarifen beglücken will, vorherrscht. Der Verzicht auf eine Universaldienstforderung und das Schwarze – Peter – Spiel zwischen Anbietern und Kommunen wurde ebenfalls kritisiert.

Schließlich kam es zur Diskussion diverser Tarifvorschläge, etwa in der Richtung:
100 GB / 2 Mbps Drossel 30 Euro
200 GB / 6 Mbps Drossel 60 Euro
Flatrate für 80 Euro

Die Telekom-Mitarbeiter ließen leider nicht erkennen, ob derartige Wünsche umgesetzt werden. Stattdessen präsentierten sie im nächsten Agenda-Punkt eigene Vorstellungen. Recht schnell sollen die bestehenden Tarife durch neue SpeedOn - Angebote attraktiver werden. Allerdings stießen die Vorschläge auf unsere Ablehnung, da es keine preisliche Attraktivität gab. Statt dessen wurde in den Arbeitsgruppen ein SpeedOn-Modell mit 10 GB ab etwa 5 Euro gefordert, sowie die Möglichkeit für 15 Euro das Inklusivvolumen komplett zurückzusetzen.
Zuletzt präsentierte die Telekom noch die geplanten neuen Hybridtarife. Dabei geht es einerseits darum, Kunden mit geringen DSL - Geschwindigkeiten Leistungsspitzen über LTE zu ermöglichen, andererseits darum, die LTE-Kapazitäten zu entlasten und die Grundlast bei der Internetnutzung über DSL laufen zu lassen. Dass die Sache einen Haken hat, wurde auch schnell deutlich. Zum einen bleiben die Kunden, die gar kein DSL haben, weiterhin außen vor. Außerdem sind die Dienste, die über die LTE-Verbindung laufen, die volumenintensivsten. Also stellt sich auch hier die Frage nach irgendwelchen Volumengrenzen. Dazu aber gab es noch keine Aussagen. Deshalb war sich die Kundenseite schnell einig, dass hier eine Flatrate die sinnvollste Lösung ist.

Am Ende blieb das Versprechen, etwas zu tun und die Kundenwünsche sehr ernst zu nehmen. Die Telekom will ernst machen beim Thema Kundenfreundlichkeit. Anders als ihr roter Kontrahent, wie es scheint. Bei Kaffee und Kuchen konnte noch einmal jeder zwanglos seine Gedanken mit den Telekom-Mitarbeitern teilen.
Insgesamt eine gelungene Veranstaltung in offener, fairer und konstruktiver Atmosphäre. Nun ist es an der Telekom, den Kunden zu zeigen, wie ernst man es meint.
 

Der Netzbetreiber versprach, unsere Vorschläge zu prüfen und bei der zukünftigen Tarifgestaltung einfließen zu lassen. Doch man müsse nun sehen, was technisch und finanziell umsetzbar sei. Gerade hier sehen wir schon wieder den Ansatz zur angezogenen Handbremse. Über Ergebnisse wird man zukünftig im Telekom-Blog weiter berichten. Wir werden das Ergebnis an dem messen, was kurz- oder mittelfristig bezüglich der Tarifgestaltung passiert.   

Dabei hoffen wir, dass es nicht weitere 4 Monate zur Auswertung braucht, und weitere 4 zur Präsentation von Ergebnissen, die dann noch mal 4 Monate später umgesetzt werden. Dann sind die Ergebnisse des Workshops nämlich überholt. 

Die an Herrn Preißler übergebene Präsentation könnt ihr hier nachlesen!

 

 

Ich möchte noch einige Reflexionen hinzufügen, die ausschließlich meine persönliche Sicht auf die Diskussionen widerspiegeln. Zunächst ist mir aufgefallen, dass teilweise zu sehr auf den Blickwinkel von heute abgestellt wurde (was brauche ich heute?). Die rasante Entwicklung, nach der die Wünsche nach Bandbreite und Volumen von heute in 2 oder 4 Jahren überholt sind, fand zu wenig Beachtung. Auch technische Finessen wie Load balancing, Verzicht auf Drosselung in den verkehrsschwachen Zeiten und ähnliche Vorschläge waren sicher interessant, erscheinen mir keine Alternative, da erstens der Beweis der Notwendigkeit nicht erbracht wurde und die Probleme bei einer normalen Nutzung durch Otto Normalverbraucher nicht beseitigt werden. Ziel sollte doch sein, dass der LTE-Nutzer das Internet genau so "unbeschwert" benutzen kann wie der DSL-Kunde. 

Sehr gut hingegen waren die Hinweise von Frau Henschler auf die Verantwortung der Politik und Robert (geteilt.de) auf die Notwendigkeit der Grundversorgung. Denn hier zeigte sich, dass die Telekom natürlich nicht den Samariter spielen wird. Klargestellt wurde von der Telekom, dass sie wegen QoS (Quality of Service, will hier Netzstabilität heißen) nur eine limitierte Anzahl Nutzer an den Mast lässt. Jeder zusätzliche Kunde hat ein Problem. Entweder neuer Mast, oder doch Leitungsausbau? Zu beidem ist die Telekom nicht verpflichtet. Schlimmstenfalls bleiben die Menschen außen vor. Natürlich ist QoS wichtig. Für mich ist das aber ein weiterer Beweis dafür, dass es nicht die Drossel ist, die den notwendigen QoS garantiert, es ist die Überbuchung. Eine Begründung für die Drossel blieb man uns weiterhin schuldig. Leider kam dieser Teil der Diskussion aus meiner Sicht zu kurz.

 

 

20.05.2014 - Wenn die Argumente fehlen

Das Forum auf www.LTE-Anbieter.info hat mir heute ein Hausverbot erteilt. Gründe wurden nicht genannt, es hieß lapidar: "... spreche ich hiermit ein Hausverbot für unser Forum auf www.lte-anbieter.info aus." Vermutlich hat den Moderatoren meine Meinung zur LTE-Drossel und zum Umgang mit Forennutzern auf Ihrer Seite, die mit Provokation bis hin zu übler Nachrede agierten - ohne dass die Moderatoren eingeschritten wären, nicht gefallen. Statt mit Argumenten haben Sie mit Zensur und dem willkürlichen Hausverbot geantwortet.   

Wer mit den LTE-Tarifen, besonders der Drosselungspolitik der Anbieter, unzufrieden ist sollte sich eine andere Plattform suchen, um seinen Unmut zu teilen, denn hier wird er keine Freunde finden. 

Letztlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es wichtigeres gibt, für das es sich lohnt zu streiten! Wie hat Sachsens Kurfürst Friedrich August III. gesagt: "Nu da machd ähm eiern Drägg alleene". 

 

 

18.05. 2014 - Wo steht mein Funkmast?
Auf der Netzausbaukarte der Telekom gibt es ein neues Feature. Nach Eingabe der Adresse wird die Richtung zum nächsten Funkmast angezeigt. Somit ist ein einfaches Ausrichten von Antennen möglich. Mit 3 Adressen kann man sogar den genauen Standort des Mastes herausfinden. 

 

 

07.05.2014 - Telekom lädt zum Kundenworkshop

In Vorbereitung einer neuen Tarifgeneration für Kunden im ländlichen Raum, die auf LTE angewiesen sind, wollen Telekom - Manager nun mit den Kunden diskutieren. Dazu wird nach Bonn eingeladen:

http://blog.telekom.com/2014/05/07/tarife-fuer-laendliche-gebiete-einladung-zum-kundenworkshop/
 Auch wir haben uns zur Teilnahme angemeldet.

 

 

14.04.2014 - Telekom lässt sich Zeit

In Beantwortung unserer Petition an Herrn Höttges haben wir ein Antwortschreiben erhalten. Darin heißt es u.a.:  

“Darüber hinaus arbeiten wir bereits an Produkten, die die Kombination von DSL und LTE in einem Produkt zusammenführen und so die Breitbandversorgung auch in ländlichen Gebieten deutlich verbessert wird. Hierzu werden Sie noch in diesem Jahr weiteres erfahren.”  

Mehr zur Hybridtechnik gibt es unter LTE-für-Einsteiger 

Zum eigentlichen Drosselthema gab es keine Neuigkeiten.  

Zur Frage, wann mit neuen Tarifen zu rechnen sei, nahm Telekom-Sprecher Philipp Blank im Telekom Blog Stellung. Normalerweise dauere die Planung eines neuen Tarifs bis zu zwei Jahre. So müsse man die Auswirkung eines neuen Tarifportfolios auf die Netze analysieren. Zusätzlich bedarf es Systemumstellungen und Mitarbeiterschulungen. Jedoch arbeite die Telekom intensiv daran, den neuen LTE-Tarif für das Land möglichst schnell zu realisieren. Doch es ist kaum damit zu rechnen, dass die Tarife noch dieses Jahr aktiv werden. 

Was auch kein Wunder ist, denn sicher wird die Telekom auch das höchstrichterliche Urteil gegen den Konkurrenten Vodafone abwarten wollen. Und da der Prozess erst im januar 2015 startet kann man als gesichert annehmen, dass es ein "Versprecher" war, neue Tarife noch in diesem Jahr zu versprechen.

http://blog.telekom.com/2014/01/17/transparenzreise-der-telekom-naechste-station-call-surf-comfort-via-funk

 

 

04.04.2014 - Neues aus dem Bundestag

Der Bundestagsauschuss für digitale Agenda wurde ins Leben gerufen. Die Sitzungen sollen nichtöffentlich sein, gegen einen Antrag der Opposotionsmitglieder. Am 02.04. trat die Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Dorothee Bär (CSU) vor den Ausschuss und berichtete vom ersten Treffen der "Netzallianz Digitales Deutschland".

Bär machte deutlich, dass die Unternehmen auch bereit seien, in den ländlichen Raum zu investieren. „So wollen sich nicht nur die Rosinen rauspicken, wie das in den letzten Jahren durchaus passiert ist“, sagte sie. Innerhalb der Netzallianz sei man sich zugleich einig, dass eine flächendeckende Versorgung bis 2018 nur mit einem Technologie-Mix zu erreichen sei. Das sei eine Frage der Kosten, so Bär. „Wir werden nicht sofort im Bundeshaushalt 80 Milliarden Euro zur Verfügung stellen können, um auch die letzte Almhütte mit Glasfaserkabeln auszustatten“, machte sie deutlich.

Was die Formulierung „flächendeckend“ betrifft, so stellte die Staatssekretärin klar, dass es sich „nicht um 95 Prozent sondern um 100 Prozent“ handle. Um im ländlichen Raum voranzukommen, kündigte sie an, verstärkt auf den Mobilfunk zu setzen und ihn mit zusätzlichen Frequenzen auszustatten, die ab 2015 vergeben würden.

 

Was heißt das? Nun, die letzten 5% der Bevölkerung werden auch 2018 mit LTE-Zu-Hause Tarifen leben müssen. Aber hoffentlich nicht mehr als Kunden zweiter Klasse! Hier gibt es eine Liste der Ausschussmitglieder. Helft mit und berichtete Ihnen von unseren Sorgen!  

 

 

#btada 

Politisches Gremium für die digitale Zukunft Deutschlands ist der "Bundestagsausschuss für digitale Agenda":

CDU

Jens Koeppen, Vorsitzender, Wahlkreis Uckermark-Barnim,  Jens.Koeppen@bundestag.de

Thomas Jarzombek, Sprecher, Wahlkreis Düsseldorf 1, 

Maik Beermann, Wahlkreis Nienburg-Schaumburg,

Dr. Andreas Nick, Wahlkreis Montabaur, andreas.nick@bundestag.de

Tankred Schipanski, Wahlkreis Gotha-Ilmkreis, tankred.schipanski@bundestag.de

Christina Schwarzer, Wahlkreis Berlin-Neukölln

CSU

Hansjörg Durz, Wahlkreis Augsburg-Land

SPD

Lars Klingbei, Wahlkreis Rotenburg-Heidekreis, lars.klingbeil@bundestag.de

Saskia Esken, Wahlkreis Calw, saskia.esken@bundestag.de

Gerold Reichenbach, Wahlkreis Groß-Gerau,  

Christina Kampmann, Wahlkreis Bielefeld-Gütersloh, Christina.Kampmann@bundestag.de

Chriastian Flisek, Wahlkreis Passau, Christian.Flisek@bundestag.de

LINKE

Halina Wawzyniak, Wahlkreis Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg,                  halina.wawzyniak@bundestag.de

Herbert Behrens, Wahlkreis Osterholz-Verden, Herbert.Behrens@wk.bundestag.de

GRÜNE

Dr.Konstantin von Notz, Wahlkreis Lauenburg-Strormarn, konstantin.notz@bundestag.de

Dieter Janecek, Wahlkreis München West/mitte, Dieter.Janecek@bundestag.de

 

Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Dorothee Bär (CSU),   dorothee.baer@bundestag.de

 

 

 

 

15.03.2014 - Ausgebremst! Ein Zeitungsartikel

In Sachsens größter Tageszeitung "Freie Presse" erschien euf Seite 2 ein Artikel über das Zweiklasseninternet.

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/Ausgebremst-Ein-Westsachse-kaempft-um-schnelles-Internet-artikel8743566.php#kommentare

Nach dem vom Redakteur unglücklich gewählten Einstieg über das Bedürfnis, eine Cloud zu nutzen, wird über das Achselzucken bei politsch Verantwortlichen berichtet.

Wie so oft, stellen viele Kommentarschreiber das Thema als Luxusproblem hin, obwohl sie vermutlich selbst den uneingeschränkten Luxus einer DSL-Flatrate genießen und sich um Volumen keine Gedanken machen müssen. Bitte helft mit, all jenen die Augen zu öffnen, dass auch die Bewohner in den weißen Flecken ein Recht auf schnelles Internet haben sollen!

 

update 03.04.2014 - Richter haben lange Leitung  

Die erste Anhörung der Vertreter von Vodafone und der VZ soll erst am 14.Januar 2015 stattfinden. Bis dahin müssen sich Vodafone - Kunden in Geduld üben. Vielleicht hat sich die sache dann schon von allein erledigt - neue Tarife überall? 

 

05.03.2014 - Vodafone hat Klage am Hals

http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/lte-vor-gericht-1

 

Am 01.03.2014 hat die Verbraucherzentrale Sachsen am Landgericht Düsseldorf Klage gene Vodafone eingereicht. Mehr kann hier gelesen werden:

http://www.4g.de/news/lte-drosselung-verbraucherzentrale-sachsen-verklagt-vodafone-10130

 

 

19.02.2014 - Telekom macht Volumenupgrade offiziell

Heute hat die Telekom an Ihre betroffenen Kunden folgendes Schreiben geschickt:

 

Wichtige Information zu Ihrem Call & Surf Comfortvia Funk Vertrag
WIR ERHÖHEN IHR SURF-INKLUSIVVOLUMEN

Guten Tag …gute Nachrichten für Sie: Wir verbessern die Inklusivleistung für alle Call& Surf Comfort via Funk Kunden, die das Produkt vor dem 05.12.2013 gebuchthaben. Sie gehören dazu! Das bedeutet: Sie erhalten kostenlos 30 GB Datenvolumen pro Monat –zusätzlich zum bereits in Ihrem Tarif enthaltenen Volumen und für die gesamteVertragslaufzeit! Das entspricht jeden Monat 3-mal SpeedOn. Die Umstellung auf das höhere Volumen erfolgt ab dem 01.03.2014 automatisch– Sie brauchen nichts zu tun. Sollten Sie darüber hinaus weiteres Volumenbenötigen, können Sie das wie gewohnt im Kundencenter buchen. Sie haben in diesem Jahr bereits SpeedOn genutzt? Dann haben Sie dieMöglichkeit, sich von den seit dem 01.01.2014 gebuchten SpeedOn Pässen maximaldrei pro Monat erstatten zu lassen. Die Erstattung erfolgt in einer dernächsten Rechnungen. Haben Sie weitere Fragen? Wir sind für Sie da – über unser Kontaktformularunter www.telekom.de/kontakt oder über unsereHotline 0800 33 01000. Mit freundlichen Grüßen
Ihre Telekom

Damit ist die Volumenerhöhung für Bestandskunden nunmehr offiziell.

Gegen die Vodafone, deren Management sich bisher uneinsichtig zeigt, wird in den nächsten Tagen eine Klage eingereicht.

 

Hier gibt es aktuelle Informationen zum Ergebnis der Gespräche der Verbraucherzentrale Sachsen mit den Anbietern.
Die Abmahnung gegen Telekom und Vodafone erging auf der Grundlage des §307 BGB, der auf die unangemessene Benachteiligung bei unklaren oder dem Vertragszweck entgegenstehenden AGB abzielt (Transparenz der AGB). Während die Telekom die Transparenzverletzung bei der Darstellung und Bewerbung ihrer Call & Surf Comfort via Funk - Tarife eingestanden hat, wird dies von Vodafone bisher bestritten.

Was sieht die Einigung mit der Telekom vor?
Alle Kunden, die einen derartigen Tarif vor dem 5.12.2013 beauftragt haben, erhalten ab Januar 2014 bis zu 3 x monatlich die Möglichkeit, SpeedOn für je 10GB Datenvolumen kostenlos hinzuzubuchen. Damit ist im Tarif S ein Volumen von maximal 40 GB, im Tarif M von 45 und bei L von 60 GB ohne zusätzliche Kosten nutzbar. Im März wird überprüft, ob dies für 98% der Kunden hinreichend ist. Sollten mehr als 2% der Kunden auch das dritte SpeedOn - Volumen verbrauchen wird nachgebessert

Warum die Stichtagsregelung?
Am 5.12.2013 hat die Telekom ihre Tarifpräsentation geändert. Der Begriff "Datenflat" wurde gestrichen, Inklusivvolumen und Drosselgeschwindigkeit, die vorher nur im Kleingedruckten zu finden waren, wurden in die Tarifbeschreibung aufgenommen. Damit sind die Vertragsbestimmungen ab dem 5.12.2013 rechtskonform, jeder wird deutlich über die Volumenbeschränkungen informiert. Lediglich Bestandskunden, die den Tarif vorher abgeschlossen hatten, können die unangemessene Benachteiligung geltend machen.

Wie geht es weiter?
Gegen Vodfone wird nun ein Klage vorbereitet wegen Verstoß gegen die AGB-Gesetzgebung. Da auch deren Tarifpräsentation inzwischen nachgebessert wurde bleibt abzuwarten ob Kunden davon profitieren können.
Die Telekom hingegen hat eingestanden, die Kundenbedürfnisse in den Gebieten, in denen kein DSL verfügbar ist, zur Kenntnis genommen zu haben und an neuen Tarifen zu arbeiten, die ein höheres Volumen bei reduzierter Geschwindigkeit bieten, so dass möglicherweise mit einer DSL6000 - Alternative zu rechnen sein könnte. Spätestens dann wird der Wettbewerb sicher auch Vodafone zu einem neuen Portfolio zwingen.

 

update 20.01.2014 - Klage gegen Vodafone 

http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/lte-vor-gericht  

Im Gegensatz zur Telekom zeigt sich die Rote Konkurrenz bisher uneinsichtig. Nun wird die VZ eine Klage vorbereiten. 

 

17.01.2013 - Erster Erfolg für Verbraucherzentrale und unsere Initiative 

http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/landung-der-drossel

 

Mit ihrer Abmahnung hat die VZ-Sachsen jetzt einen ersten großen Teilerfolg gelandet. Ab sofort sind bei der Telekom die ersten 3 Speed-On-Zubuchungen kostenlos. Damit wird das Volumen für die Nutzer mindestens verdoppelt, bei gleichbleibenden Kosten.

Vodafon wird garantiert in irgendeiner Form nachziehen müssen.

Besonders wichtig ist aber folgende Passage:

"Da hier mit den bestehenden gesetzlichen Regelungen keine Verbesserung für die Verbraucher zu erzielen ist, werden wir uns nun an den Gesetzgeber wenden. Immerhin ist die Telekom neben Vodafone der einzige Wettbewerber auf dem LTE-Markt. Der Gesetzgeber muss den Anbietern nach Ansicht der Verbraucherzentrale Sachsen aber als Kompensation für deren marktbeherrschende Stellung bestimmte Pflichten diktieren, wenn es um die Grundversorgung der Verbraucher mit dem Internet geht."

 

Damit wird die Sache nun erstmals auch offiziell von einer Verbraucherschutzorganisation vor den Gesetzgeber gebracht, so dass endlich eine zielführende Diskussion zum Ende des Zweiklassen-Internets möglich sein wird!

Wir danken besonders Frau Dr. Henschler von der VZ Sachsen für Ihr Engagement!  

 

Inzwischen gibt es auch eine erste Stellungnahme der Telekom, in der neue Tarife für die Landbevölkerung angekündigt werden:

http://blog.telekom.com/2014/01/17/transparenzreise-der-telekom-naechste-station-call-surf-comfort-via-funk

 

 

15.12.2013 - 3SAT sendet Dokumentation zum Zweiklassen-Internet 

 http://www.3sat.de/page/?source=/hitec/173032/index.html

 

Im Programm "hitec" nimmt der Sender den verschlafenen Breitbandausbau in Deutschland ins Visier. Den vollmundigen Ankündigungen der Telekom-Manager wird die Realität in ländlichen Regionen gegenübergestellt. Der Tatenlosigkeit der Regierung, die auch in den nächsten 4 Jahren große Versprechungen ohne eigene Konzepte umsetzen will, müssen die Bürger im HiTec-Land Deutschland selber mit Hacke und Spaten begegnen. 

Hier geht's zur Mediathek 

 

 

update 08.01.2014 - Gesprächsbereitschaft bei der Telekom 

http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/letzter-aufruf

 

update 13.12.2013 - auch Vodafone ist nun im Visier:

http://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/turboschnell---auch-ohne-dsl--1

 

 04.12.2013 - Verbraucherzentrale mahnt Telekom ab

Die VZ Sachsen hat heute unter dem Aktenzeichen AZ: 26 O 211/13 eine Abmahnung an die Telekom gerichtet. Dazu heißt es in einer Pressemitteilung:

 

„Surfen mit bis zu 100 MBit/s“ – so wirbt der Bonner Konzern für seine
Tarife zu Internet via Funk, über das so genannte LTE. Verbraucher in
den überwiegend ländlichen Regionen ohne DSL sollen damit endlich in
den Genuss des schnellen Internets kommen können. Doch das
Vergnügen währt nicht lange: Je nach gebuchter Tarifklasse greift die
Drosselungsklausel, wenn man ein bestimmtes Surfvolumen verbraucht
hat, beim Tarif S Standard zu 34,94 € etwa ab 10 Gigabite und beim Tarif
M zu 39,95 € ab 15 Gigabite. Nutzer werden dann für den Rest des
Monats auf eine Geschwindigkeit von max. 384 KBit/s für den
Downstream zurückgesetzt. Mit dieser, vorzeitlichen Standards
entsprechenden Surfgeschwindigkeit kann allein das Lesen einer E-Mail
mit Anhang schon mal zur zeitraubenden Aktion werden. Noch schlimmer
wird es, machen gleichzeitig mehrere Nutzer von der Anschlussnutzung
Gebrauch. Verbraucher, die einen solchen Tarif bei der Telekom gebucht
haben, können damit ihre vertraglichen Rechte, nämlich schnelles
Internet zu nutzen, nicht mehr sinnvoll ausüben. „Von dem gepriesenen
schnellen Internet via Funk bleibt für die Verbraucher vor allem der
Eindruck blumiger Werbeversprechungen. Auch die längst überfällige
Verbesserung der Versorgung ländlicher Regionen mit schnellem
Internet, maßgeblich auch von Politik und Bundesnetzagentur gefordert,
bleibt trotz der nunmehr ausgebauten Technik weiterhin auf der Strecke“
.

 

Nun hat die Telekom bis 11.12.2013 Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Andernfalls werden die Gerichte über die Zulässigkeit der Regelung entscheiden müssen.

 

 

28.11.2013 - Der Koalitionsvertrag steht

Das steht drin: 

“Wir werden Investitionshemmnisse und Wirtschaftlichkeitslücken in den infrastruktur-schwächeren Regionen abbauen und setzen dabei verstärkt auf Synergieeffekte und zusätzliche Investitionsanreize für Telekommunikationsunternehmen. Beim Ausbau des schnellen Internets werden wir Technologieoffenheit sicherstellen. Dazu gehört auch eine bedarfsgerechte Bereitstellung von Funkfrequenzen für drahtlose Kommunikationsnetzwerke in allen Teilen Deutschlands. Die durch den Einsatz DVB-T2 künftig frei werdenden Frequenzen wollen wir im Einvernehmen mit den Bundesländern vorrangig für die Breitbandversorgung im ländlichen Raum bereitstellen.”
 
Klare Ansage: Einen umfassenden Glasfaserausbau auf dem Land wird es nicht geben. Der Funkausbau wird mit neuen Frequenzen vorangetrieben. Wir bleiben Nutzer zweiter Klasse.
 
Im Entwurf vom 24.11. hieß es weiter wie folgt:
“Wir wollen Regionen, die nicht mindestens eine Daten-Geschwindigkeit von 2 Mbit/s haben, so schnell wie möglich erschließen. Bis zum Jahr 2018 soll es in Deutschland eine flächendeckende Grundversorgung mit mindestens 50 Mbit/s geben. [Zur Umsetzung dieser Ziele wollen wir die dafür notwendigen privaten Investitionen für den Breitbandausbau um einen Förderbetrag des Bundes in Höhe von einer Milliarde Euro pro Jahr ergänzen.]”
 
Doch in der finalen Fassung vom 28.11. liest sich das nun so:
“Wir wollen Regionen, die ... 50 Mbit/s geben. Um mehr Investitionssicherheit für Netzbetreiber im ländlichen Raum zu schaffen werden wir die rechtlichen Rahmenbedingungen für längerfristige Verträge der Netzbetreiber mit den Netznutzern zu Ausbau und Finanzierung der Breitbandinfrastruktur prüfen und gegebenenfalls Vertragslaufzeiten von 3 bis 4 Jahren im ländlichen Raum ermöglichen.”
 
Ein klitzekleiner Unterschied. Sozusagen in letzter Minute hat man die strittige Verpflichtung, sich mit 1 Mrd. Euro jährlich am Ausbau zu beteiligen, durch die Möglichkeit für die Anbieter ersetzt, den ohnehin nicht vorhandenen Wettbewerb mit Knebelverträgen noch mehr zu unterwandern. Doch ohne Wettbewerb werden die Chancen, faire Verträge angeboten zu bekommen, noch geringer.
Wir können nur hoffen dass unsere Wettbewerbshüter dies nicht zulassen!
Fazit: Mit einer weiteren Versteigerung der Frequenzen um 700 / 900 MHz wird der Bund weitere Summen kassieren, ohne sich mit einer müden Mark am Ausbau zu beteiligen.  

 

Woher das Geld kommen soll, liest sich dann so:

“Der Breitbandausbau muss auch zukünftig in der EU förderfähig bleiben. Zudem muss es zu einer Vereinfachung der Förderung wie im Rahmen der Daseinsvorsorge im EU-Recht kommen. Ein neues Sonderfinanzierungsprogramm „Premiumförderung Netzausbau“ bei der KfW-Bankengruppe soll bestehende Programme ergänzen. Wir wollen außerdem einen Breitband-Bürgerfonds einrichten. In diesen Fonds sollen Privatpersonen zu soliden Renditen investieren können.”

 

 

 

30.10.2013 - Verbraucherzentrale drosselt Telekom!

In einem Urteil des Landesgerichts Köln vom 30.10.2013 wird den Drosselplänen des Festnetz-Internet der Telekom ein Riegel vorgeschoben:

https://www.vz-nrw.de/gericht-bremst-telekom-drosselplaene-aus-1

 

Dabei beruft sich die Verbraucherzentrale unter anderem auf folgende Begründung:

"... Der Internetanschluss gehört mittlerweile zur Lebensgrundlage. Der diskriminierungsfreie Zugang zu allen Diensten und Inhalten des Internets muss für jedermann gleichermaßen garantiert sein. Eine Drosselung führt dazu, dass eine uneingeschränkte Nutzung des Internets nur noch demjenigen möglich ist, der es sich leisten kann, weiteres Datenvolumen zu buchen. Ein Teil der Verbraucher wird dabei ausgegrenzt und eine digitale Zwei-Klassen-Gesellschaft befördert. Darüber hinaus bedrohen die Pläne der Telekom das Prinzip der so genannten Netzneutralität - und das halten wir für nicht hinnehmbar..."

 

Leider haben die Verbraucherschützer wieder mal nicht daran gedacht, dass es diese Zwei-Klassen-Gesellschaft schon gibt: seit der Einführung von Internet zu Hause via Funk werden wir diskriminiert. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, gilt es zunächst nur für die leitungsgebundenen Tarife. Doch die höchstrichterliche Begründung lässt sich auf die LTE-zu-Hause - Verträge 1:1 übertragen. Das Urteil ist hier nachzulesen:

 

 

         Urteil Verbraucherzentrale NRW
         Download LG-Köln.pdf 

 

 

Immerhin kann dieses Urteil eine Grundlage für vergleichbare Rechtsmittel gegen die Diskriminierung bei LTE sein, denn die Verbraucherrechte dürfen nicht davon abhängig gemacht werden, ob das Brot im Steinofen oder im Elektroofen gebacken wird!
Ihr könnt hier https://www.vz-nrw.de gegen die via Funk Tarife Beschwerde einlegen!

 

Die Telekom hat inzwischen das Urteil anerkannt. Alle Drosselklauseln in den DSL-Tarifen werden gestrichen. Ein wesentlicher Grund dürfte gewesen sein, dass das Neukundengeschäft stark eingebrochen ist. Die Telekom nennt das "Kundentransparenz".

Dass die Kunden auf dem Land, denen man ebenfalls Flatrate-Tarife als DSL-Ersatz verkauft, weiterhin die Arschkarte haben, bleibt aber besser im Dunkel verborgen.    

 

 

 

Links zu ausgewählten Artikeln:

 

 

 

 

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täglich Volumenkontrolle (Foto:K.Schmidt)